LRS/ Legasthenie

Die Lese-Rechtschreibstörung/ Legasthenie zählt zu den umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten. Der Begriff der umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten umfasst die spezifischen und deutlichen Beeinträchtigungen des Erlernens des Lesens und des Rechtschreibens.
Es gibt die Annahme, dass diese Störung wesentlich in einer zentral nervösen, kognitiven Störung der Informationsverarbeitung begründet ist.

Merkmal einer Lese-Rechtschreibstörung ist eine umschriebene Beeinträchtigung in der Entwicklung der Rechtschreibung und damit verbunden sehr häufig der Lesefertigkeiten. In der späteren Kindheit und im Erwachsenenalter ist regelhaft die Lesefähigkeit eher verbessert, die Rechtschreibproblematik das meist größere Defizit.

Mögliche Symptome

Kinder / Jugendliche können z.B. folgende Schwierigkeiten im Lese-Rechtschreib-Bereich zeigen:

  • hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten und frei geschriebenen Texten
  • Wörter werden, auch im selben Text, mehrfach unterschiedlich falsch geschrieben
  • Probleme bei der Unterscheidung und beim Schreiben von Buchstaben
  • Probleme bei der Umsetzung von Gehörtem ins Geschriebene
  • Weglassen, Hinzufügen, Drehen einzelner Buchstaben beim Schreiben
  • Probleme beim Abschreiben
  • Grammatik – und Interpunktionsfehler
  • unleserliche Schrift
  • niedrige Lesegeschwindigkeit
  • stockendes Lesen
  • Auslassen, Hinzufügen, Drehen von einzelnen Buchstaben, Silben und Wörtern beim Lesen
  • ratendes Lesen
  • eingeschränktes Leseverständnis
  • verlieren der Lesezeile

Gearbeitet wird mit 

  • individuell gestaltetem Material
  • wissenschaftlich evaluierten und nachweislich erfolgreichen Fördermaterialien
  • kreativen und technischen Medien
  • Gesprächen und Rollenspielen
  • Entspannungs-, Wahrnehmungs- und Körperübungen
  • Lern- und Interaktionsspielen

Die Therapie findet in der Regel als Einzeltherapie 1x pro Woche statt. Zu einem späteren Zeitpunkt kann das Setting verändert werden und ggf. wird die Therapie in einer 2er- Gruppe weitergeführt oder findet im 14tägigen Rhythmus statt. Das lerntherapeutische Behandlungssystem sieht neben der Arbeit mit dem Kind eine eng vernetzte Zusammenarbeit mit den Eltern und, so Eltern dies wünschen, mit der Schule vor.