Fort- und Weiterbildung LRS

Konzeptionelle Eckpunkte für die Weiterbildung für LRS- Förderlehrer/ LRS- Beauftragte an Grundschulen

  • Qualifikation von Lehrern in der Umsetzung von erworbenen Kenntnissen zum Thema LRS zu einer hochwertigen, schulischen Förderarbeit und deren Transfer in den schulischen Schriftsprachunterricht (über den üblichen Fortbildungsansatz hinaus)
  • LRS- Beauftragte, die durch ihre erworbene Qualifikation als LRS- Förderlehrer innerkollegial als Multiplikatoren für die Rechtschreibunterrichtung fungieren und beratend Kollegen und Eltern zur Verfügung stehen

Rahmenbedingungen:
Jährlich angebotene Weiterbildungsmaßnahme, die über einen Zeitraum von 10 Monaten angelegt ist, beinhaltet einen 1x mtl. stattfindenden Workshop mit je 4 Schulstunden. Die ersten beiden Termine werden in 14 tägigem Abstand stattfinden.

Inhaltliche, thematische Schwerpunkte
(ist angelegt an die S3 Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einer Lese- und/ oder Rechtschreibstörung):

  • Kenntnisse zur Geschichte der LRS
  • Ursachenforschung LRS der vergangenen Jahrzehnte und des aktuellen wissenschaftlichen Standes
  • Kenntnis der Basiskompetenzen, auf denen die Entwicklung der Schriftsprache aufbaut (auditiv- phonologische und visuelle Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung, Motorik, gesprochene Sprache, kognitive Entwicklung)
  • Komorbiditäten LRS zu Aufmerksamkeitsstörungen, Dyskalkulie, Sprach-und motorische Störung, auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung, Angststörung, Depression
  • Entwicklung von Lernstörungen wie LRS anhand des Teufelskreismodells nach Prof. Breuninger/ Prof. Betz und die Entwicklung psychischer Sekundärsymptome aufgrund von LRS
  • Organisatorische, schulische Rahmenbedingungen für LRS- Förderungen
  • Die standardisierte und informelle Diagnostik Lesen und Schreiben
  • Die Erstellung von individuellen Förderplänen
  • Inhalte über nachweislich effektive und wissenschaftlich evaluierte LRS- Förderkonzeptionen
  • Anhand von Falldarstellungen sollen Diagnosestellung, Förderplanung und praktische Durchführung nachvollziehbar gemacht und angewendet werden
  • Die regelmäßige schulinterne Evaluation (jährlich stattfindende standardisierte Diagnostik, bzw. Re- Diagnostik) über Lernzuwachs nach Fördermaßnahmen
  • LRS- Erlass des KM und individuelle Gestaltung von Nachteilsausgleichen für das jeweilige Kind